Auf vielfältigste Art und Weise entlockt
Karl Wilhelm Krbavac seinen Instrumenten
mannigfaltige Klänge.

Dabei scheint es gar nicht so sehr um die Erzeugung konkreter Tonhöhen zu gehen, als vielmehr um bestimmte Gestiken und Strukturen
und um die Freisetzung von Energie.

Die Ektase beim Spielen ist für Karl Wilhelm
Krbavac offenbar ein unverzichtbarer
Bestandteil seiner Konzerte.

"Mir ist sehr wichtig, dass das Publikum auch
sieht, was ich leiste.
Ich bin ein 'hard working man'.
Da fließt Schweiß und Blut.
Ich sehe mich da in der Tradition von
Mozart und Beethoven.
Die haben auch ihre Werke persönlich vorgetragen."
 

Es mag schon sein, dass dieser Künstler 52 Jahre alt ist.
Auf dem Konzertpodium sieht man allerdings einen frechen
Burschen - so um die 20, der seine E-Gitarre wild
schlägt und auf das schlimmste würgt,
so dass sie die wildesten Sounds erbricht.

Bald wechselt der Künstler zur Viola da Gamba und
entlockt ihr Klänge, von der selbst das
alterwürdige Instrument nicht einmal ahnte,
dass sie diese jemals von sich geben würde.

Auch das Klavier wird von Karl Wilhelm Krbavac bei seinen
Konzerten immer wieder bespielt - dass dabei keine
Taste der Klaviertur unberührt bleibt,
versteht sich von selbst.